Rückblick auf einen besonderen Jubiläumstag
Der 18. April 2026 war für die Volkshochschule Badische Bergstraße ein besonderer Tag: Mit dem öffentlichen vhs-Marktplatz und dem anschließenden Festabend hat die VHS ihr 80-jähriges Bestehen in der Stadthalle Weinheim gefeiert. Der Nachmittag stand ganz im Zeichen von Begegnung, Mitmachaktionen und Einblicken in die Vielfalt der Bildungsarbeit, während am Abend die Bedeutung der Volkshochschule für Demokratie, Teilhabe und gesellschaftlichen Zusammenhalt im Mittelpunkt stand.
Der vhs-Marktplatz: Bildung zum Anfassen, Ausprobieren und Mitmachen
Der Auftakt ins Jubiläumsjahr war lebendig, bunt und voller Begegnungen: Beim vhs-Marktplatz in der Stadthalle Weinheim wurde Bildung mit vielen Sinnen erfahrbar. An zahlreichen Stationen konnten Besucherinnen und Besucher entdecken, ausprobieren, mitmachen und mit Dozentinnen und Dozenten ins Gespräch kommen. Damit zeigte die Volkshochschule Badische Bergstraße auf anschauliche Weise, wie vielfältig, aktuell und alltagsnah ihr Angebot heute ist.
Schon zu Beginn wurde deutlich, dass die VHS ihr Jubiläum nicht nur feierlich begehen, sondern auch als Einladung zum Mitmachen verstehen will. Der Marktplatz war als offener Bildungsraum gestaltet, in dem sich ganz unterschiedliche Themenbereiche präsentierten. Kreative Angebote wie Origami, Fotografie und Gestalten stießen auf großes Interesse. Im Sprachbereich konnten Besucherinnen und Besucher spielerisch ihr Wissen testen und neue Zugänge zu Sprache und Kultur entdecken. Auch digitale Themen wurden ganz praktisch vermittelt, etwa durch Angebote rund um Künstliche Intelligenz und den bewussten Umgang mit digitalen Bildern.
Besonders deutlich wurde dabei, wie breit das Profil der VHS heute aufgestellt ist. Gesundheit, Kreativität, Nachhaltigkeit, Reisen, Digitalisierung und persönliche Entwicklung kamen auf dem Marktplatz ebenso vor wie klassische Bildungsangebote. Viele Stände luden nicht nur zum Informieren, sondern ganz bewusst zum Erleben ein. So entstand ein Nachmittag, der die VHS als Ort der Offenheit, der Neugier und des Austauschs sichtbar machte.
Gleichzeitig zeigte der vhs-Marktplatz auch, was die Volkshochschule seit Jahrzehnten auszeichnet: Sie verbindet Wissen mit Begegnung und Bildung mit Lebenserfahrung. Dass sich das Angebot dabei immer wieder weiterentwickelt und auf aktuelle gesellschaftliche Fragen reagiert, wurde an diesem Nachmittag an vielen Stellen spürbar. Rund 800 Angebote pro Semester stehen für diese Vielfalt, die Menschen in ganz unterschiedlichen Lebensphasen anspricht.
80 Jahre VHS: Ein Festabend mit klaren Botschaften
Am Abend stand dann die Feierstunde zum 80-jährigen Bestehen der Volkshochschule Badische Bergstraße im Mittelpunkt. Sie machte deutlich, welche Bedeutung Volkshochschulen für Demokratie, gesellschaftlichen Zusammenhalt und lebenslanges Lernen haben. In den Reden und Beiträgen wurde aber nicht nur auf die Geschichte geblickt, sondern auch auf die Zukunft der Erwachsenenbildung.
Moderiert wurde der Jubiläumsabend von Arnim Töpel. Zu den Gästen und Mitwirkenden gehörten Fritz Kuhn, Vorsitzender des Volkshochschulverbands Baden-Württemberg, Susanne Deß, stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Volkshochschulverbands, sowie Dr. Ulrich Bausch, der in seinem Impulsvortrag die Bedeutung der Volkshochschulen für eine offene und demokratische Gesellschaft hervorhob. Auch Dr. Cristina Ricca betonte in ihrem Beitrag die Rolle der VHS als Ort des Dialogs, der Reflexion und der gesellschaftlichen Verständigung.
Ein zentrales Thema des Abends war die Frage, wie Erwachsenenbildung in Zukunft gesichert und gestärkt werden kann. Dabei wurde deutlich: Volkshochschulen sind weit mehr als reine Kursanbieter. Sie schaffen Räume, in denen Menschen sich begegnen, unterschiedliche Perspektiven kennenlernen und sich eine eigene Meinung bilden können. Gerade in einer Zeit gesellschaftlicher Spannungen und schneller Veränderungen wurde diese Aufgabe als besonders wichtig beschrieben.
So wurde der Festabend nicht nur zu einer Würdigung von 80 Jahren VHS in Weinheim, sondern auch zu einem deutlichen Plädoyer für die Zukunft der Volkshochschulen. Bildung, so die Botschaft des Abends, ist kein Luxus, sondern eine zentrale Voraussetzung für Teilhabe, Demokratie und ein gelingendes gesellschaftliches Miteinander.





















